Ringelflechte: Ursachen und Behandlung I Canesten®
Lächelnde junge Frau im weissen Sweater, zufrieden nach Ringelflechtenbehandlung

Fakten zu Ringelflechte

Erfahren Sie alles über Ringelflechte, die Ursachen, Verbreitungsarten und wer gefährdet ist. Hier finden Sie Informationen zu typischen Symptomen, Behandlung und Vorbeugung von Ringelflechte.

Was ist Ringelflechte?

Zuerst einmal handelt es sich bei Ringelflechte eigentlich um einen Pilz. Verursacher sind eine Gruppe von Pilzen namens Dermatophyten, die für viele weitere Pilzerkrankungen der Haut verantwortlich sind. Ringelflechte, medizinischer Name Tinea corporis, ist eine Pilzinfektion der obersten Hautschicht. In der Regel zeigt sie sich als roter oder silbriger Ausschlag, der schuppig, trocken, geschwollen oder juckend sein kann. Die Läsionen sehen aus wie Ringe auf der Haut – daher der Name.

Die Ringe dehnen sich im Krankheitsverlauf immer mehr aus, die Mitte dagegen heilt oft ab und ist wieder normal gefärbt. Ringelflechte kann überall am Körper auftreten, auch an der Kopfhaut (Tinea capitis), der Leistengegend (Leistenflechte) oder am Fuss (Fusspilz). Ringelflechte im Gesicht oder auf der Kopfhaut kann zu stellenweisem Haarausfall führen.

Wie verbreitet sich Ringelflechte?

Ringelflechte ist ansteckend, die Ansteckung erfolgt über engen Kontakt mit kontaminierten Gegenständen wie Bettwäsche, Bürsten oder Handtücher, infizierten Personen, Tieren oder – in seltenen Fällen – über infiziertes Erdreich. Ringelflechte kann sich auch auf weitere Körperteile ausbreiten. Häufig wird die Infektion unter Kindern verbreitet, auch bei Hunde- und Katzenbesitzern kommt sie vor. Tiere können sich mit Ringelflechte infizieren und dann über Kontakt an Menschen weitergeben.

Wer kann sich mit Ringelflechte anstecken?

Die für Ringelflechte verantwortlichen Pilze dringen leicht in die oberste Hautschicht ein, sobald diese durch längeren Wasserkontakt aufgeweicht und nass ist oder bei kleinen Hautverletzungen und Abschürfungen. Das Risiko steigt auch bei Nutzung öffentlicher Duschen oder Schwimmbäder, denn Pilze gedeihen besonders in feuchtwarmer Umgebung. Auch durch das Teilen von Haarbürsten oder Kleidung mit einer infizierten Person kann man sich anstecken.

Symptome Ringelflechte

Die Symptome bei Ringelflechte sind nicht immer gleich und variieren je nach Schweregrad. Sie können auch je nach infiziertem Körperteil unterschiedlich ausfallen. Es kann sein, dass Sie Ringelflechte nicht sofort als solche erkennen.

Es kann sich um Ringelflechte handeln, wenn Sie unter folgenden Symptomen leiden:

  • Runde Hautareale mit rotem, erhabenem Rand und hellerer Mitte
  • Schuppige, juckende Haut
  • Intensiv rote Färbung mit Schuppen am Rand des Ausschlags (Entzündung)
  • Hauterhebungen mit Blasen (Anzeichen einer schwereren Form von Ringelflechte)
  • Zahlreiche Ringe (Anzeichen einer schwereren Form von Ringelflechte)
  • Entzündete, eitergefüllte Stellen (Anzeichen einer schwereren Form von Ringelflechte)
Lächelnde, dunkelhaarige junge Frau in weissem Shirt und Denimbluse

Behandlung Ringelflechte

Ringelflechte sollte möglichst rasch behandelt werden, denn die Infektion kann Komplikationen verursachen. In erster Linie kann sich Ringelflechte auf andere Körperregionen ausbreiten. Zweitens könnten Sie andere anstecken. Drittens kann Ringelflechte weitere unangenehme Auswirkungen haben wie Haarausfall, Narben und Nagelverformungen.

Bei Ringelflechte handelt es sich um eine Pilzerkrankung der Haut, die Behandlung erfolgt also z.B. mit einem Antimykotikum. Je nach befallener Stelle ist eine Creme oder ein Spray praktischer.

Wichtig: Führen Sie die Behandlung stets bis zum Ende durch, auch wenn die Symptome verschwinden und die Infektion scheinbar zurückgeht.

Wann sollte ärztlicher Rat eingeholt werden?

Falls die Ringelflechte 7 Tage nach Behandlungsbeginn nicht besser wird, sollten Sie einen Arzt / Ärztin aufsuchen. Auch wenn die Kopfhaut befallen ist oder Ihr Immunsystem geschwächt ist, empfiehlt sich ein Arztbesuch.

Wenn Sie schwanger oder im fortgeschrittenen Alter sind, kann Ihr Arzt / Ärztin sie beraten, ob ein Antimykotikum oder eine andere Behandlung am besten geeignet ist.

Vorbeugung Ringelflechte

Ringelflechte lässt sich schwer vorbeugen, weil der verursachende Pilz so weit verbreitet und hoch ansteckend ist. Durch gesundheitsbewusstes Verhalten und gute Hygiene lässt sich das Risiko einer Ansteckung und eine Verbreitung auf andere Personen verringern. Hier einige nützliche Tipps:

  • Waschen Sie sich regelmässig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife, besonders nach dem Kontakt mit Tieren.
  • Halten Sie Gemeinschaftsbereiche sauber, reinigen und desinfizieren Sie Räume, in denen sich Haustiere aufhalten.
  • Berühren, reiben und kratzen Sie nicht an den befallenen Stellen, um ein Ausbreiten der Infektion auf andere Körperteile zu vermeiden.
  • Nutzen Sie keine Kleidung, Handtücher und Haarbürsten gemeinsam mit anderen und teilen Sie Ihre eigenen Gegenstände nicht mit anderen, wenn sie selbst Ringelflechte haben.
  • Tragen Sie in öffentlichen Duschen und Gemeinschaftsbereichen Badesandalen.
  • Wenn Sie oder Bekannte an Ringelflechte leiden, klären Sie über die Erkrankung, die Risiken, Symptome und Strategien zur Vermeidung auf.
  • Wechseln Sie Ihre Unterwäsche unmittelbar nach dem Schwimmen oder sportlichen Aktivitäten.