Die typischen Symptome einer Scheidenpilz-Infektion

Bei einer vaginalen Mykose treten charakteristische Scheidenpilz-Symptome auf. Es ist entscheidend, dass Sie auf der Basis Ihrer Beschwerden eine Infektion erkennen und sich in Ihrer Apotheke beraten lassen.

Scheidenpilz oder vaginale Mykose stellen die umgangssprachliche beziehungsweise medizinische Bezeichnung einer weitverbreiteten Hefepilzinfektion der Scheide dar. Eine Infektion mit Scheidenpilz kann sich entwickeln, wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist. Diese Bedingungen schaffen die Voraussetzung dafür, dass sich der Candida albicans (Hefepilz) vermehren kann.
Bei einer Scheidenpilz-Infektion handelt es sich nicht um eine Geschlechtskrankheit. Auch wenn die durch vaginale Mykose verursachten Beschwerden wirklich unangenehm sein können, lässt sich diese Erkrankung einfach behandeln.

Beachten Sie auch, dass die vaginale Mykose sich mit unterschiedlichen Beschwerden bemerkbar macht. Aus diesem Grund ist es möglich, dass Ihre Scheidenpilz-Symptome von denen abweichen, die Ihre Freundin bei sich feststellt. Genauso können Sie jedes Mal, wenn Sie von vaginaler Mykose betroffen sind, unterschiedliche Beschwerden verspüren.

Scheidenpilz – was sind die Symptome?

Die meisten Frauen stellen die folgenden Scheidenpilz-Symptome fest:

  • Jucken im Intimbereich
  • Wundsein im Bereich des Scheideneingangs
  • eine leichte Schwellung der Schamlippen
  • weisser Ausfluss, dessen körnige Konsistenz an Hüttenkäse erinnert


Auch diese Scheidenpilz-Symptome können auftreten:

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • dickflüssiger Ausfluss
  • gerötete und geschwollene Schamlippen
  • Brennen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Entzündung im Bereich der Scheide

Vorsicht: Symptome, die auf eine schwerwiegende Infektion hindeuten

Bei schwerem Verlauf stellen Sie starke Scheidenpilz-Symptome fest, insbesondere handelt es sich dabei um die folgenden Beschwerden:

  • weisser Belag im Bereich des Scheideneingangs
  • Hautreizungen, insbesondere Rötungen, auch in angrenzenden Körperregionen, wie zum Beispiel auf der Innenseite der Oberschenkel. Auch Pusteln treten bei einer schweren Scheidenpilzinfektion in einigen Fällen auf.

In diesen Fällen sollten Sie den Arzt aufsuchen

Scheidenpilz lässt sich meistens in Eigenregie behandeln. Aber in folgenden Fällen sollten Sie einen Gynäkologen aufsuchen. Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie:

  • zum ersten Mal eine Scheidenpilz Infektion haben
  • wenn er häufiger als viermal im Jahr auftritt
  • schwanger sind oder Sie Ihr Baby stillen
  • jünger als 18 Jahre sind
  • gleichzeitig unter Fieber, Schüttelfrost und Übelkeit leiden oder sich übergeben müssen
  • übel riechenden oder ungewöhnlichen Ausfluss bei sich feststellen
  • unter Bauchschmerzen leiden
  • schon einmal allergisch auf Medikamente gegen Scheidenpilz reagiert haben.

Was sind die Ursachen von Scheidenpilz?

Normalerweise besteht in der Vagina ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Bakterien und Pilzen. Gerät es durcheinander, kann Scheidenpilz entstehen. Dabei kommt es zu einer Vermehrung des Pilzes Candida albicans. Verschiedene Faktoren begünstigen die Entstehung von Scheidenpilz. In den folgenden Situationen tritt eine Infektion mit Scheidenpilz besonders häufig auf:

  • während einer Schwangerschaft
  • nach einer Behandlung mit Antibiotika
  • bei einer Erkrankung an Diabetes
  • bei Vorliegen einer Immunschwäche

Kein Grund zur Panik

Eine Infektion mit Scheidenpilz stellt keine Seltenheit dar. Viele erkranken sogar öfter daran. Überdies ist die Infektion sehr gut therapierbar. Wenn Sie zum ersten Mal Scheidenpilz- Symptome feststellen, suchen Sie ärztliche Hilfe. Die Behandlung von Scheidenpilz zeigt meist schnell Wirkung, sodass Sie innerhalb kurzer Zeit eine Linderung der Symptome feststellen können. Daraufhin können Sie Scheidenpilz gut in Eigenregie behandeln.

Scheidenpilz und Schwangerschaft

Eine Erkrankung mit Scheidenpilz wirkt sich nicht negativ auf die Empfängnisbereitschaft aus. Erwarten Sie ein Kind, verändert sich Ihr Hormonhaushalt. In der Folge erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, Scheidenpilz zu bekommen. Wenn Sie während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit Scheidenpilz-Symptome feststellen, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie eine Therapie beginnen.

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