Bakterielle Vaginose: Tipps für die Diagnose

Wenn im Intimbereich Beschwerden wie Jucken, Brennen oder vermehrter Ausfluss auftreten, dann heisst es handeln. Von allein verschwinden die Symptome leider nicht. Um jedoch bei der Behandlung die richtige Wahl zu treffen, ist es wichtig, die verschiedenen Arten von Infektionen zu unterscheiden.

Scheidenpilz oder Vaginose?

Vor allem die Vaginalmykose (Scheidenpilz) und die bakterielle Vaginose werden oft miteinander verwechselt. Beide Erkrankungen kommen häufig vor. Allerdings handelt es sich um völlig unterschiedliche Erreger: Während bei der Vaginalmykose hauptsächlich Hefepilze die Verursacher sind, wird die Vaginose durch eine übermässige Besiedlung mit Bakterien hervorgerufen. Deswegen erfolgt auch die Therapie mit sehr verschiedenen Wirkstoffen, nämlich einem Antimykotikum (Scheidenpilz) oder andererseits mit einem Antibiotikum wie Metrodinazol bzw. einem milchsäurebasierten Gel  (bakterielle  Vaginose). Mit einem innovativen Selbsttest können Sie in Eigenregie feststellen, an welcher Infektion Sie erkrankt sind. Dieser Selbsttest misst den pH-Wert des Scheidenmilieus und zeigt Ihnen über eine Farbanzeige, in Verbindung mit den persönlichen Symptomen, unter welcher vaginalen Erkrankung Sie leiden.

So erkennen Sie eine bakterielle Vaginose

Wenn Sie bei sich Symptome einer Infektion im Intimbereich feststellen, dann sollten Sie vor allem auf den Ausfluss achten. Dieser liefert oftmals deutliche Hinweise. Bei der bakteriellen Vaginose ist er in der Regel dünnflüssig, von gräulicher Farbe und verströmt einen fischigen Geruch, den die meisten Frauen als unangenehm empfinden. Starten Sie mit einer effektiven Behandlung, sobald Sie die bakterielle Vaginose festgestellt haben. Dazu können Sie ein milchsäurebasiertes Gel anwenden, dass die Symptome in der Regel in zwei bis drei Tagen lindert. Wenn Sie sich generell unsicher über die Diagnose sind, dann sollten Sie  eine medizinische Fachperson  oder Ihren Gynäkologen aufsuchen. Dasselbe gilt, wenn Sie schwanger sind.

So stellt der Gynäkologe die Diagnose

Der Gynäkologe nimmt einen Abstrich und führt verschiedene Untersuchungen durch.

  • Sichtdiagnose: Aussehen des Ausflusses
  • Geruchsdiagnose: Der fischige Geruch wird durch die Zugabe von 10 %-iger KOH-Lösung verstärkt („Whiff-Test“)
  • pH-Wert: Dieser sollte bei der Vaginose höher als 4,5  sein
  • Mikroskop: Hier wird sichtbar, ob die Scheidenzellen von Bakterien besiedelt sind

Die Diagnose gilt als gesichert, wenn drei der vier Kriterien erfüllt sind.

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