Vorbeugung einer bakterielle Vaginose

Die Prävention einer bakteriellen Vaginose umfasst unkomplizierte Massnahmen und Verhaltensregeln, die Sie ohne viel Aufwand in Ihrem Alltag umsetzen können. Besondere Bedeutung kommt dabei der richtigen Intimhygiene zu. Sie hilft, die Scheidenflora gesund zu erhalten. Erfahren Sie hier, wie einfach Frauen einer bakteriellen Vaginose vorbeugen können.

Die bakterielle Vaginose betrifft viele Frauen im gebärfähigen Alter. Sie zählt zu den häufigsten Vaginalerkrankungen und lässt sich gut bekämpfen. Mit der richtigen Intimpflege beugen Sie einer Infektion vor. Bei der Prävention dieser Krankheit kommt es vor allem auf die Erhaltung des natürlichen sauren pH-Werts der Scheidenflora an. Durch die Beachtung von einigen unkomplizierten Verhaltensregeln lässt sich das Auftreten einer Infektion mit bakterieller Vaginose weitgehend verhindern.

Bakterielle Vaginose – unangenehm und weit verbreitet

Wenn Sie an der bakteriellen Vaginose erkrankt sind, befinden Sie sich in guter Gesellschaft: Zahlreiche Frauen im geschlechtsreifen Alter leiden an dieser Krankheit. Glücklicherweise lässt sich diese auch in Eigenregie diagnostizieren und behandeln. Bedenken Sie, dass die bakterielle Vaginose weder eine Geschlechtskrankheit ist noch üblicherweise Rötungen, Jucken oder andere Irritationen im Intimbereich auslöst. Wenn Sie den Verdacht hegen, an bakterieller Vaginose erkrankt zu sein, stellen Sie wahrscheinlich mindestens eins der folgenden Symptome fest:

  • wässriger Ausfluss,
  • schlecht riechender Ausfluss, häufig erinnert der Geruch an Fisch,
  • Ausfluss mit grau-weisser Farbe.

Ein weiteres Indiz für eine Infektion mit bakterieller Vaginose liegt vor, wenn sich diese Symptome nach dem Geschlechtsverkehr oder auch während Ihrer monatlichen Regelblutung verschlimmern. Die Erkrankung tritt häufig auch völlig asymptomatisch auf, sodass sie unentdeckt bleibt. Die Erkrankung wird häufig mit Scheidenpilz verwechselt. Beachten Sie, dass die bakterielle Vaginose andere Symptome aufweist und eine andere Behandlung erfordert. Hinweis: Wenn Sie ein Baby erwarten und eventuell an bakterieller Vaginose leiden, machen Sie unverzüglich einen Termin bei Ihrem Gynäkologen aus. Bei Schwangeren kann es bei dieser Erkrankung zu Komplikationen kommen. Sie löst unter Umständen vorzeitige Wehen oder eine Frühgeburt aus. Auch das Risiko von Fehlgeburten gilt als erhöht. Darüber hinaus bringt eine bakterielle Vaginose, die während der Schwangerschaft auftritt, die Gefahr mit sich, dass die Mutter an einer Entzündung des Beckenbodens erkrankt. Ihr Frauenarzt verordnet Ihnen im Falle einer Infektion mit bakterieller Vaginose eine schnell wirkende Therapie.

Die richtige Intimpflege

Mit einer umsichtigen Pflege Ihres Intimbereichs tragen Sie viel dazu bei, dass Sie erst gar nicht an einer bakteriellen Vaginose erkranken. Das erklärte Ziel: die Aufrechterhaltung eines sauren pH-Wertes. Er gewährleistet, dass das mikrobiologische Gleichgewicht in der Vagina intakt bleibt. Die Milchsäurebakterien, auch als Laktobazillen bekannt, sorgen dafür, dass ein saures Milieu in der Vagina besteht. Wenn diese Bakterien durch falsche Intimpflege zurückgedrängt werden, können andere schädliche Bakterien die Oberhand gewinnen und eine bakterielle Vaginose auslösen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Regeln für eine Intimpflege, mit der Sie der bakteriellen Vaginose vorbeugen können:

  • Verzichten Sie konsequent auf die Verwendung von Deos oder anderen parfümierten Pflegeprodukten im Intimbereich.
  • Übertriebene Hygiene kann im Intimbereich mehr Schaden anrichten als Nutzen. Vermeiden Sie vor allem zu häufiges Waschen.
  • Nach dem Besuch der Toilette wenden Sie unbedingt die richtige Technik beim Wischen an. Damit Sie einer bakteriellen Vaginose vorbeugen, wischen Sie stets von vorne zum After hin. Auf diese Weise schliessen Sie zuverlässig aus, dass Darmbakterien mit der Vagina in Berührung kommen und dort das bakterielle Gleichgewicht durcheinanderbringen.
  • Nach dem Waschen oder Duschen trocknen Sie den Vaginalbereich gründlich mit einem sauberen Handtuch ab. Genauso verfahren Sie nach dem Schwimmen oder Training.

Tipp: Nutzen Sie für die regelmässige Intimpflege statt herkömmlicher Duschgels und Seifen besser spezielle Produkte für diesen besonders sensiblen Körperbereich. Die üblichen Pflegeprodukte enthalten scharfe Bestandteile, die den natürlichen pH-Wert der Intimzone gefährden können. Eine Reinigungslotion oder -mousse, die Rücksicht auf das mikrobiologische Gleichgewicht in der Vagina nimmt, eignet sich dagegen gut für die Intimpflege.

Weitere Tipps zur Prävention

Wenn Sie einer bakteriellen Vaginose vorbeugen möchten, achten Sie neben einer angemessenen Intimpflege auch auf die richtige Reinigung Ihrer Unterwäsche. Waschen Sie Ihre Unterhosen mit einem nicht-reizenden Waschmittel. Darüber hinaus ziehen Sie nach dem Sport oder nach dem Trainieren immer einen frischen Slip an, damit Sie der bakteriellen Vaginose vorbeugen. Wechseln Sie Ihre Tampons häufig. Auch Binden und Slipeinlagen sollten Sie niemals zu lange tragen.

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