Fusspilz erkennen, rechtzeitig behandeln und vorbeugen

Fusspilz ist in Europa die häufigste Pilzerkrankung der Haut. Die Füsse sind beim Barfusslaufen in öffentlichen Schwimmbädern, Saunen und Duschen besonders anfällig für zudringliche Pilzerreger. Informationen über Ansteckungswege, Risikofaktoren und Symptome einer Infektion helfen, Fusspilz zu erkennen, rechtzeitig zu behandeln und einer Ansteckung vorzubeugen.

Nackte Männerfüsse

Fusspilz ist eine ansteckende Infektionserkrankung der Haut, die meist ausgehend von den Zehenzwischenräumen auf die Fusssohlen und in schweren Fällen auf den Fussrücken übergreift. Verursacher der Erkrankung sind mikroskopisch kleine Pilzerreger, vor allem aus der Familie der Fadenpilze (Dermatophyten). Aber auch Vertreter anderer Pilzarten wie Hefe- und Schimmelpilze spielen eine Rolle. Die Fussmykose ist weltweit verbreitet. Sie gilt als häufigste Pilzerkrankung der Haut. Interessanterweise ist Fusspilz unter barfuss laufenden Naturvölkern praktisch unbekannt. Für die hohe Zahl an Krankheitsfällen im europäischen Raum sind die Lebensgewohnheiten der Pilzerreger und die typischen Übertragungswege der Infektion verantwortlich.

Bekannte Risikofaktoren begünstigen Fusspilz

Gesunde Haut schützt sich durch ihren mehrschichtigen Aufbau und durch die gesunde mikrobiologische Besiedlung der Haut vor zudringlichen Krankheitserregern. Nicht jeder Kontakt mit Dermatophyten führt unmittelbar zu einer Fusspilzinfektion. Erst, wenn die natürlichen Abwehrmechanismen der Haut geschwächt sind, haben unerwünschte Pilze und Bakterien leichtes Spiel, können sich verstärkt ausbreiten und Infektionen verursachen. Zu den Risikofaktoren, die beeinträchtigend auf die Schutzfunktion der Haut wirken und die Ausbreitung von krankmachenden Keimen begünstigen können, gehören Vorerkrankungen wie
 

  • Diabetes mellitus,
  • Durchblutungsstörungen,
  • periphere Neuropathie,
  • Fussfehlstellungen,
  • Operationen oder Organtransplantationen und
  • Immunschwächen.

 
Daneben erhöht eine familiäre Veranlagung die Wahrscheinlichkeit, an einer Fussmykose zu erkranken. Ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem leiden häufiger an Fusspilz als jüngere, Männer sind eher betroffen als Frauen. Äussere Einwirkungen wie Traumen und Verletzungen der Haut im Bereich der Füsse können den Weg für Pilzerreger freimachen. Zu den Lebensgewohnheiten, die das Risiko einer Pilzinfektion erhöhen, gehören
 

  • das Tragen enger luftundurchlässiger Schuhe im Beruf und beim Sport
  • und der häufige Aufenthalt im Feuchten und Warmen, zum Beispiel in der Sauna.

Wie kann man sich mit Fusspilz anstecken?

Pilzerreger gedeihen mit Vorliebe in feuchten, warmen und dunklen Umgebungen. In öffentlichen Bädern, Duschen, Saunen oder den Teppichböden von Hotelzimmern finden sie ideale Lebensbedingungen. Weil an diesen Orten viele Menschen barfuss laufen, ist die Gefahr, sich mit Pilzerregern anzustecken, hier besonders gross. Pilze sind genügsame und ausgesprochen talentierte Überlebenskünstler. In ihrer Überdauerungsform als Sporen können sie lange Zeiten lebensfeindlicher Trockenheit und Temperaturschwankungen zwischen -20 und +80 °C überstehen. Haben Pilzerreger ihren Weg auf die menschliche Haut gefunden, erfolgt die weitere Ansteckung über infizierte Gegenstände. Schuhe, Strümpfe und Fussböden, an denen die Sporen sich festsetzen, sind potenzielle Quellen für eine Infektion und leiten die Erreger von Mensch zu Mensch weiter. Ihren Lebensgewohnheiten entsprechend setzen sich die Pilzerreger im Bereich der Füsse zunächst in den dunklen, manchmal schweissfeuchten Zwischenräumen der Zehen fest. Lassen Gegenmassnahmen auf sich warten, breitet sich die Infektion auf die Fusssohlen, Fusskanten und später auf den Fussrücken aus. Unbehandelt kann sich eine Pilzerkrankung ausgehend von den Füssen auf die Zehennägel und auf andere Körperbereiche wie Finger oder Leistenbeuge ausbreiten. Typische Symptome, die frühzeitig auf das Krankheitsgeschehen hinweisen, gelten deshalb als eindeutiges Signal, dem Pilz mit wirksamen Medikamenten zu Leibe zu rücken.

Typische Symptome lassen Fusspilz leicht erkennen

Zu den Leitsymptomen einer Fusspilzerkrankung gehören
 

  • Juckreiz als eines der ersten Krankheitszeichen,
  • Rötung und Schuppung der betroffenen Hautbereiche,
  • Brennen oder sogar Schmerzen, die durch Hauteinrisse verursacht werden,
  • Bläschen, die besonders an den seitlichen Zehenrändern und am Fussrand auftreten.

Vorsicht: Es können mehrere Keime an einer Fusspilzinfektion beteiligt sein!

Etwa ein Drittel der Fusspilzerkrankungen geht auf Mischinfektionen zurück. Der Krankheitsverlauf beginnt mit einer Infektion durch Dermatophyten. Schreitet die Erkrankung unbehandelt fort, nimmt die Zahl der Dermatophyten ab und andere Keime wie Hefepilze, Schimmelpilze und Bakterien beteiligen sich an der fortschreitenden Entwicklung. Die bakterielle Besiedlung führt schliesslich zu einer Superinfektion, die als Ursache für starke Geruchsentwicklung, zunehmende Entzündungen und Schmerzen gilt.
Zur wirksamen Behandlung einer Fusspilzerkrankung eignet sich ein Arzneistoff, der alle Erregerfamilien gleichermassen effektiv bekämpft, Entzündungsreaktionen lindert und eine Erholung der Hautbarriere innerhalb weniger Wochen ermöglicht. Geeignete Antimykotika, die sich zur lokalen Behandlung von Fusspilzinfektionen eignen, sind in Apotheken rezeptfrei. Holen Sie sich Rat beim pharmazeutisch geschulten Personal und lassen Sie sich über die richtige Anwendungsart und Therapiedauer informieren. Je früher Sie aktiv werden und je genauer Sie die Behandlungsempfehlungen befolgen, desto schneller können Sie mit einem Rückgang Ihrer Beschwerden rechnen.

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