Effektive Tipps zur Vorbeugung von Fusspilz

Fusspilz ist eine sehr häufig vorkommende Erkrankung der Haut. Die gute Nachricht: Es ist gar nicht so schwer, den lästigen Erreger in Schach zu halten. Schon durch die Befolgung einiger Regeln können Sie Fusspilz vorbeugen und die Gefahr verringern, dass die Krankheit nach erfolgreicher Therapie erneut auftritt.

Wussten Sie, dass Fusspilz auf Englisch „Athlete's Foot“, also „Sportlerfuss“ heisst? Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Fusspilzerreger in feuchtem, warmem Klima am besten gedeihen. Ein verschwitzter Turnschuh ist für die Sporen der ideale Nährboden.

Sorgen Sie für trockene Füsse

Füsse von zwei Joggern

Die oberste Devise, wenn Sie Fusspilz vorbeugen wollen, lautet somit: Füsse stets trocken halten! Besonders nach dem Duschen ist es wichtig, sie sorgfältig abzutrocknen – auch in den Zehenzwischenräumen, da sich hier besonders gern Fusspilzerreger ausbreiten. Besteht eine Anfälligkeit für Fusspilz, kann diese „Problemzone“ auch mithilfe eines Föhns vorsichtig getrocknet werden.
Wann immer es möglich ist, sollten Sie zu Sandalen anstatt zu festen Schuhen greifen, damit Ihre Füsse atmen können. Auch Schuhe aus Leinen oder aus Funktionstextilien sorgen für eine gute Lüftung und verhindern, dass sich Feuchtigkeit staut. Wichtig ist die richtige Passform der Schuhe: Sind diese zu eng, können sich Blasen oder Druckstellen bilden, die den Fusspilzerregern eine Chance zum Eindringen in den Körper bieten. Wechseln Sie zudem täglich Ihre Socken und achten Sie darauf, Produkte aus Baumwolle, Wolle oder Seide zu tragen. Diese saugen Schweiss deutlich besser auf als Socken aus Kunstfasern und transportieren die Feuchtigkeit von der Haut weg.

Hygiene-Tipp: Schuhe desinfizieren

Wenn es doch einmal Gummistiefel oder die viel genutzten Turnschuhe sein müssen, können Sie durch ein Desinfektionsspray der Ausbreitung von Fusspilz vorbeugen. Sprühen Sie Ihre Schuhe von innen damit aus und warten Sie, bis sie vollständig getrocknet sind, bevor Sie hineinschlüpfen. Hat in der Vergangenheit bereits eine Fusspilzinfektion bestanden, ist es nach erfolgreicher Therapie wichtig, alle getragenen Schuhe sorgfältig zu desinfizieren. So schützen Sie sich vor einer erneuten Ansteckung durch den Erreger.
Fusspilz wird über abgestorbene Hautschüppchen übertragen. Daher ist ein Desinfektionsspray ein Muss, wenn Sie Schuhe ausleihen, wie beispielsweise beim Ski- oder Schlittschuhlaufen.

Handtücher und Bettwäsche von Erregern befreien

Auch in Bettwäsche kann der Erreger lauern: Wechseln Sie sie deswegen regelmässig und waschen Sie die Bezüge – genau wie Ihre Socken – bei 60 °C in der Waschmaschine. Für Handtücher gilt: Nutzen Sie sie nicht mit anderen gemeinsam und gebrauchen Sie nach Möglichkeit ein separates Tuch für Ihre Füsse.
Im Falle einer kürzlich zurückliegenden Fusspilzinfektion ist es sinnvoll, der Wäsche eine flüssige Desinfektionslösung beizufügen, um die Erreger möglichst restlos abzutöten.

Badeschuhe schützen im Schwimmbad

Öffentliche Schwimmbäder, Duschen und Saunen gelten als Brutstätte für Fusspilzerreger. Tatsächlich lauern an Orten, an denen viele Menschen barfuss unterwegs sind, einige Gefahren. Hinzu kommt, dass die Haut im Wasser aufquillt und weich wird: Fusspilzerreger haben so leichtes Spiel.
Viele Schwimmbäder haben das Problem bereits vor Jahren erkannt und Desinfektionsdüsen installiert. Inzwischen ist jedoch nachgewiesen, dass eine kurze Spritzdesinfektion keine schützende Wirkung hat, allerdings die Haut unnötig belastet. Weitaus effektiver im Kampf gegen Fusspilz sind einfache Flip-Flops oder Badeschuhe, die Sie auch unter der Dusche und in den Umkleidekabinen nutzen sollten. Im Falle einer bereits bestehenden Fusspilzinfektion sind Badeschuhe ebenfalls unverzichtbar, denn so verhindern Sie, dass Sie die Krankheit auf andere übertragen.

Gepflegte Füsse sind immun gegen Fusspilz

Ist die Hautbarriere intakt, haben Fusspilzerreger es schwer, einzudringen. Achten Sie daher auf eine gute Fusspflege und cremen Sie Ihre Füsse ein, damit sich keine Risse – sogenannte Schrunden – bilden. Die besondere Aufmerksamkeit, die Sie Ihren Füssen widmen, hat noch einen weiteren Vorteil, denn so können Sie die Symptome einer Fusspilzinfektion rechtzeitig erkennen. Die sofortige Therapie mit einer antimykotischen Creme verhindert, dass sich der Pilz bis unter die Nägel ausbreitet, wo er für das Medikament schwerer zu erreichen ist.

Checkliste: das Wichtigste in aller Kürze

  • Oberstes Gebot: Sorgen Sie für trockene Füsse, auch zwischen den Zehen.
  • Schuhwerk: Wählen Sie offene Schuhe oder solche mit einer guten Belüftung. Behandeln Sie schlecht belüftete oder geliehene Schuhe vor dem Tragen mit Desinfektionsspray. Vermeiden Sie Socken aus Kunstfasern.
  • Hygiene: Wechseln Sie Socken, Handtücher und Bettwäsche regelmässig und waschen Sie sie bei 60 °C. Teilen Sie Handtücher nicht mit anderen.
  • Öffentliche Bäder: Tragen Sie Badeschuhe auch in der Dusche.
  • Pflege: Verwenden Sie Cremes gegen trockene und rissige Haut an den Füssen.


Mit diesen Tipps zur Vorbeugung können Sie Infektionen vermeiden und der Verbreitung von Fusspilz effektiv vorbeugen.

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